Vorwort
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Der Geschäftsbericht ist einerseits im Sinne eines «Management Reviews» ausgestaltet und andererseits mit zusätzlichen Informationen angereichert, die für die Trägerschaft interessant sein dürften. Der Geschäftsbericht stellt den formellen Abschluss des ersten Ausbildungsjahres der zweijährigen Polizeiausbildung dar. Leistungs- und Wirkungscontrolling richten sich nach dem Leistungsauftrag von März 2024. Insgesamt bewegte sich der Lehrgang im Rahmen der finanziellen Vorgaben. Das Budget für das Schuljahr 2024-25 wurde voll ausgeschöpft. Das Schulgeld pro Schülerin bzw. Schüler beträgt CHF 33’719.26
Der Lehrgang 2024-25 war ein erfolgreicher, aber auch ein äusserst strenger Lehrgang. Mit einer Schülerzahl von 120 und sechs Klassen gleichzeitig ist das Schulsystem an seine Grenzen gestossen. Die Kapazität der Schule wird deutlich zunehmen müssen, um auch in Zukunft die Bedürfnisse der Korps zu decken. Ursprünglich war die PSO mit 80-90 Lernenden und 4 Klassen pro Lehrgang geplant worden. Mit zwei Klassen zusätzlich ist nicht nur der Betreuungsaufwand bei gleicher Personalstärke des Teams PSO um 50 % grösser geworden, sondern auch die Instruktoren-Stunden sind markant gestiegen, obschon die Korps in der kurzen Zeit keine Personalaufstockung vornehmen und genügend Lehrkräfte ausbilden konnten. Gerade in den Einsatztrainings (Angewandte Polizeipsychologie und sicherheitspolizeiliche Ausbildung), in denen die PSO wegen der kleinen Gruppen und des individuellen Bildungsangebotes auf mehrere Instruktoren zurückgreifen muss, kam es zu erheblichen Engpässen. Mitunter kaufte die PSO Leistungen bei Freelancern ein, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Für Lehrkräfte, die in Halbklassen unterrichteten, war es besonders herausfordernd, mit derselben Motivation 12 Mal die gleiche Doppellektion (90 Min.) in derselben Qualität anzubieten. Mitunter wussten unsere Lehrkräfte nicht mehr, was man in welcher Tiefe welcher Klasse instruiert hatte. Auch der Mehraufwand in Sachen Einzel- und Nachbetreuung bei Lernenden im Sipo-Bereich liessen die Unterstunden der PSO-Mitarbeitenden in die Höhe schnellen. Mit anderen Worten, die Unterrichtsqualität litt aufgrund der überdurchschnittlichen quantitativen Grösse dieses Lehrgangs. Fazit: Die Kapazitätsgrenze ist erreicht worden. Die Ausbildungsqualität mit 6 Klassen hat abgenommen. Infrastruktur und Planung sind überfordert worden.
Mit dem Entscheid des Steuerungsausschusses des Projektes «Polizeischule der Zukunft» vom 11. Dezember 2024 sich für einen zweiten Lehrgangsstart im April 2026 auszusprechen, konnte diesem Problem begegnet werden. Bereits im laufenden Lehrgang H25 (4 Klassen) ist eine spürbare Entlastung festzustellen. Wir freuen uns auf den Frühjahrslehrgang F26 im April nächsten Jahres.
Das Projekt «Raumschiessanlage» (RSA) steht kurz vor der Umsetzungsphase. Im Sommer 2024 konnte nach einem Jahr der Verzögerung mit dem Bau begonnen werden. Die Bauarbeiten mit erheblichem Baulärm führten oft zu Störungen im Unterricht. Glücklicherweise war es meistens möglich, auf ruhigere Schulungsräume im Nebengebäude «Kiwi» auszuweichen. Mit dem guten Gefühl – nach einem Jahr des Staubes und des Lärms – eine moderne Raumschiessanlage im März 2026 in Betrieb nehmen zu dürfen, liess es sich aushalten. Das ganze PSO-Team freut sich auf die offizielle Einweihungsfeier am 8 Mai 2026. Der Frühlingslehrgang F26 (Start 1. April 2026) wird der erste Polizeilehrgang sein, der die gesamte Schiessausbildung an der persönlichen Waffe in der neuen Raumschiessanlage absolvieren kann.
Ich bedanke mich bei den vielen Funktionsträgern der Vertragspartner wie auch bei den engagierten Fächerchefs sowie unseren Lehrkräften, die sich mit ausserordentlichem Aufwand dem Wohle unseres Polizeinachwuchses widmen.
Ein grosser Dank darf der politischen Gemeinde der Stadt Amriswil ausgesprochen werden. Die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit mit kurzen Wegen erleichtert vieles. Ferner bedanke ich mich auch im Namen des Teams PSO bei den Verbindungsoffizieren und den Ausbildungsverantwortlichen der Vertragspartnerkorps für ihre Kollegialität und fruchtbare Kooperation.
Der Pensionskasse des Kantons Thurgau (Bauherrin RSA) und dem Architekturbüro Egloff (St. Gallen) gilt ein besonderer Dank. In der Kernzone einer Stadt, unter ein bestehendes Gebäude eine Raumschiessanlage zu bauen, ist eine architektonische Glanztat und eine Ingenieur-Meisterleistung. Dank des Entgegenkommens dieser Partner ist es uns gelungen, den Schulbetrieb während der Bauphase aufrechtzuerhalten.
Meinem Team danke ich für den aussergewöhnlichen und wertvollen Einsatz im vergangenen Jahr. Zahlreiche Projekte sind angestossen und verwirklicht worden (RSA) oder befinden sich in der Umsetzungsphase (Polizeischule der Zukunft). Dank der Kreativität, der Beharrlichkeit und der effektiven Arbeitsweise des PSO-Teams ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Schule überhaupt erst möglich.
Ich wünsche Ihnen eine informative und spannende Lektüre.
lic. phil. Marcus Kradolfer
Direktor

Vorwort

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Der Geschäftsbericht ist einerseits im Sinne eines «Management Reviews» ausgestaltet und andererseits mit zusätzlichen Informationen angereichert, die für die Trägerschaft interessant sein dürften. Der Geschäftsbericht stellt den formellen Abschluss des ersten Ausbildungsjahres der zweijährigen Polizeiausbildung dar. Leistungs- und Wirkungscontrolling richten sich nach dem Leistungsauftrag von März 2024. Insgesamt bewegte sich der Lehrgang im Rahmen der finanziellen Vorgaben. Das Budget für das Schuljahr 2024-25 wurde voll ausgeschöpft. Das Schulgeld pro Schülerin bzw. Schüler beträgt CHF 33’719.26
Der Lehrgang 2024-25 war ein erfolgreicher, aber auch ein äusserst strenger Lehrgang. Mit einer Schülerzahl von 120 und sechs Klassen gleichzeitig ist das Schulsystem an seine Grenzen gestossen. Die Kapazität der Schule wird deutlich zunehmen müssen, um auch in Zukunft die Bedürfnisse der Korps zu decken. Ursprünglich war die PSO mit 80-90 Lernenden und 4 Klassen pro Lehrgang geplant worden. Mit zwei Klassen zusätzlich ist nicht nur der Betreuungsaufwand bei gleicher Personalstärke des Teams PSO um 50 % grösser geworden, sondern auch die Instruktoren-Stunden sind markant gestiegen, obschon die Korps in der kurzen Zeit keine Personalaufstockung vornehmen und genügend Lehrkräfte ausbilden konnten. Gerade in den Einsatztrainings (Angewandte Polizeipsychologie und sicherheitspolizeiliche Ausbildung), in denen die PSO wegen der kleinen Gruppen und des individuellen Bildungsangebotes auf mehrere Instruktoren zurückgreifen muss, kam es zu erheblichen Engpässen. Mitunter kaufte die PSO Leistungen bei Freelancern ein, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Für Lehrkräfte, die in Halbklassen unterrichteten, war es besonders herausfordernd, mit derselben Motivation 12 Mal die gleiche Doppellektion (90 Min.) in derselben Qualität anzubieten. Mitunter wussten unsere Lehrkräfte nicht mehr, was man in welcher Tiefe welcher Klasse instruiert hatte. Auch der Mehraufwand in Sachen Einzel- und Nachbetreuung bei Lernenden im Sipo-Bereich liessen die Unterstunden der PSO-Mitarbeitenden in die Höhe schnellen. Mit anderen Worten, die Unterrichtsqualität litt aufgrund der überdurchschnittlichen quantitativen Grösse dieses Lehrgangs. Fazit: Die Kapazitätsgrenze ist erreicht worden. Die Ausbildungsqualität mit 6 Klassen hat abgenommen. Infrastruktur und Planung sind überfordert worden.
Mit dem Entscheid des Steuerungsausschusses des Projektes «Polizeischule der Zukunft» vom 11. Dezember 2024 sich für einen zweiten Lehrgangsstart im April 2026 auszusprechen, konnte diesem Problem begegnet werden. Bereits im laufenden Lehrgang H25 (4 Klassen) ist eine spürbare Entlastung festzustellen. Wir freuen uns auf den Frühjahrslehrgang F26 im April nächsten Jahres.
Das Projekt «Raumschiessanlage» (RSA) steht kurz vor der Umsetzungsphase. Im Sommer 2024 konnte nach einem Jahr der Verzögerung mit dem Bau begonnen werden. Die Bauarbeiten mit erheblichem Baulärm führten oft zu Störungen im Unterricht. Glücklicherweise war es meistens möglich, auf ruhigere Schulungsräume im Nebengebäude «Kiwi» auszuweichen. Mit dem guten Gefühl – nach einem Jahr des Staubes und des Lärms – eine moderne Raumschiessanlage im März 2026 in Betrieb nehmen zu dürfen, liess es sich aushalten. Das ganze PSO-Team freut sich auf die offizielle Einweihungsfeier am 8 Mai 2026. Der Frühlingslehrgang F26 (Start 1. April 2026) wird der erste Polizeilehrgang sein, der die gesamte Schiessausbildung an der persönlichen Waffe in der neuen Raumschiessanlage absolvieren kann.
Ich bedanke mich bei den vielen Funktionsträgern der Vertragspartner wie auch bei den engagierten Fächerchefs sowie unseren Lehrkräften, die sich mit ausserordentlichem Aufwand dem Wohle unseres Polizeinachwuchses widmen.
Ein grosser Dank darf der politischen Gemeinde der Stadt Amriswil ausgesprochen werden. Die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit mit kurzen Wegen erleichtert vieles. Ferner bedanke ich mich auch im Namen des Teams PSO bei den Verbindungsoffizieren und den Ausbildungsverantwortlichen der Vertragspartnerkorps für ihre Kollegialität und fruchtbare Kooperation.
Der Pensionskasse des Kantons Thurgau (Bauherrin RSA) und dem Architekturbüro Egloff (St. Gallen) gilt ein besonderer Dank. In der Kernzone einer Stadt, unter ein bestehendes Gebäude eine Raumschiessanlage zu bauen, ist eine architektonische Glanztat und eine Ingenieur-Meisterleistung. Dank des Entgegenkommens dieser Partner ist es uns gelungen, den Schulbetrieb während der Bauphase aufrechtzuerhalten.
Meinem Team danke ich für den aussergewöhnlichen und wertvollen Einsatz im vergangenen Jahr. Zahlreiche Projekte sind angestossen und verwirklicht worden (RSA) oder befinden sich in der Umsetzungsphase (Polizeischule der Zukunft). Dank der Kreativität, der Beharrlichkeit und der effektiven Arbeitsweise des PSO-Teams ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Schule überhaupt erst möglich.
Ich wünsche Ihnen eine informative und spannende Lektüre.
lic. phil. Marcus Kradolfer
Direktor


